Eröffnung Bioenergie NÖ Anlage Wilhelmsburg

Infotafel mit Projektbeteiligten u. Anlagenkennzahlen; im Bild links: Josef Petschko Projektbetreuer AGRAR Plus, rechts neben der Infotafel, Stadtrat und Anlagen-Vorsitzender Markus Holzer, Bürgermeister Rudolf Ameisbichler, 3. v.r. Pater Alberich Enöckl

Exakt drei Monate nach dem Baustart erfolgte die feierliche Eröffnung der Bioenergie NÖ Anlage Wilhelmsburg. Der offizielle Teil wurde durch den Anlagen-Vorsitzenden und Stadtrat Markus Holzer mit der Begrüßung der Gäste eingeleitet.

AGRAR Plus Projektbetreuer Josef Petschko stellte die Nahwärmeanlage und die Meilensteine in der Errichtung vor. Bürgermeister Rudolf Ameisbichler hat in seiner Festrede die Entstehungsgeschichte, Beweggründe und Überlegungen aus Sicht der Stadtgemeinde Wilhelmsburg dargestellt. Die Wichtigkeit der regionalen Brennstoffaufbringung wurde dabei hervorgehoben. Pater Alberich Enöckl segnete die Anlage und alle damit beschäftigten Personen. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde eine Infotafel mit den Eckdaten der Nahwärmeanlage, deren Gründungsmitglieder und beteiligten Firmen an die Betreiber mit den besten Wünschen übergeben.

Zahlreiche Gäste, darunter Vertreter der Stadtgemeinde, des Wohnbauträgers GEBÖS mit der Geschäftsführerin KommR Dir. Hedwig Bauer, den Wärmeabnehmer, der Betreibergruppe und den ausführenden Firmen, hatten nach dem offiziellen Teil der Eröffnung die Gelegenheit bei einer Jause aus regionalen Spezialitäten die Anlage zu besichtigen.

In Wilhelmsburg entsteht damit eine „erdgasfreie“ Insel im Zentrum der Stadt. Durch den Ersatz von Erdgas werden vor Ort zukünftig mehr als 60 Tonnen CO2-Emmissionen pro Jahr eingespart. Die Waldhackgutversorgung erfolgt durch 13 landwirtschaftliche Genossenschaftsmitglieder aus der Stadtgemeinde. Neben den eindeutigen Klimaeffekten wird damit die regionale Wertschöpfung gesteigert und und es werden Arbeitsplätze gesichert.

Die Fertigmodul-Biomasse-Heizanlage beheimatet einen modernen emissionsarmen Biomassekessel mit einer Heizleistung von 199 kW. Baulich  wurde die Möglichkeit eines zweiten 199 kW Kessels vorgesehen um bei einem weiteren Ausbau des Versorgungsumfanges die Wärmebereitstellung zuverlässig bedienen zu können. Das Waldhackgut wird vom Lieferfahrzeug mittels einer unterirdischen Befüllgosse übernommen und in den geschlossenen Hackgutlagerraum befördert. Zur Maximierung der Versorgungssicherheit wurde die Möglichkeit zur Wärmeversorgung aus einer mobilen Heizanlage vorbereitet. Die Wärmeverteilung erfolgt über ein erdverlegtes vorisoliertes Nahwärmenetz mit weniger als 250 m Länge. In den Gebäuden wurde zur Systemtrennung und Heizungssteuerung jeweils eine Fernwärmestation installiert. Die Nahwärmeanlage inkl. der Fernwärmestationen können aus der Ferne überwacht werden.

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